Kapuzinerkloster

ein Blick hinter Klostermauern

Das Kapuzinerkloster in Wiener Neustadt blickt auf 800 Jahre franziskanische Tradition und 400 Jahre Kapuzinerleben zurück. Das Kloster Wiener Neustadt wurde bereits Mitte des 13. Jahrhunderts als Minoritenkloster erbaut – wenige Jahre nach dem Tod des Ordensgründers Franz von Assisi (1228). Die erste verlässliche urkundliche Erwähnung des Hauses stammt aus 1267. Grundsteinlegung für den Umbau zum Kapuzinerkloster erfolgte 1623. Seitdem leben und arbeiten Kapuziner in Wiener Neustadt. Die einzige Unterbrechung erfolgte während der NS-Zeit (1941-1945), in der das Kloster wie viele andere Kapuzinerklöster beschlagnahmt wurde. Nach Kriegsende wurde das Haus dem Orden zurückgegeben und restauriert.

 

Erstmals öffneten die Kapuziner ihren wunderschönen Klostergarten für Besucher im Rahmen der NÖ Landesausstellung im Jahr 2019.

Das Familienprogramm erfreut sich großer Beliebtheit: Seit 2019 leben Esel im Garten der Kapuziner. Eine Kinder-Eisenbahn zum Mitfahren bringt Kinderaugen zum Leuchten. Auch das Garten-Café ist am Wochenende ein neues Highlight im Leben der Kapuziner. 

Im Rahmen einer Führung werden die Klosterbibliothek und der Dachboden gezeigt. Beides entlockt den Besuchern regelmäßig offene Münder vor Staunen. Hier ist alles weit entfernt von ausgetretenen Trampelpfaden, denn aufgrund der begrenzten finanziellen Möglichkeiten sind die meisten Schätze noch unentdeckt und nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Ganz neu ist die Madonna, die im September 2019 geweiht wurde und als Replik nun wieder über das Kapuzinerkloster wacht. 

Das Original dieser frühgotischen Steinskulptur stammt aus dem 14. Jahrhundert. Bis Anfang der 1930er Jahre befand es sich in der Kapuzinerkirche Wiener Neustadt, 1936 musste sie verkauft werden, um Restaurierungsarbeiten zu finanzieren. Heute steht das Original im Belvedere in Wien.

Das Original dieser frühgotischen Steinskulptur stammt aus dem 14. Jahrhundert. Bis Anfang der 1930er Jahre befand es sich in der Kapuzinerkirche Wiener Neustadt, 1936 musste sie verkauft werden, um Restaurierungsarbeiten zu finanzieren. Heute steht das Original im Belvedere in Wien.
Im Hinblick auf die NÖ Landesausstellung 2019 wurde die  Anregung aufgegriffen, die „Rückkehr“ der Marienstatue durch die Anfertigung einer originalgetreuen Kopie für die Kapuzinerkirche zu ermöglichen. Die Kosten für die Anfertigung der Statue übernahm das Land Niederösterreich und die Statue wurde als Leihgabe an die Kapuziner von Wiener Neustadt übergegeben.
 

Weihe von Stadt und Region Wiener Neustadt an die Gottesmutter

Am Portiunkulasonntag, dem 4. August 2019 wurde die neu angefertigte Kopie von Weihbischof Stephan Turnovsky geweiht. Ein besonderer Anlass folgte im September: Im Beisein von Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger und zahlreichen Vertretern von Politik und Kirche wurden am 27. September 2019 Stadt und Region Wiener Neustadt durch Bischof Alois Schwarz der Gottesmutter geweiht und damit ihrem besonderen Schutz unterstellt.