Reckturm "Feuerwaffen einst und jetzt"

private Sammlung

Der denkmalgeschützte Reckturm Wr. Neustadts stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert.

Der Turm diente zunächst dem Schutz der Stadt und wurde ab dem Beginn der Neuzeit als Amts- und Gefangenenhaus, vor allem für die Peinliche Befragung, genutzt.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann man, anlässlich städtebaulicher Maßnahmen den Reckturm und die umliegende Stadtmauer abzutragen. 1901 erreichte jedoch der Wiener Neustädter Kunsthistoriker Franz Staub, dass die Demolierungsarbeiten eingestellt wurden und begann mit der Rekonstruktion des Turmes. 1902 war er wiederhergestellt – nunmehr vermutlich in der Form, wie er Mitte des 15. Jahrhunderts ausgesehen hatte. Der Reckturm ist der einzige Eckturm der ehemaligen Stadtmauer, der heute noch existiert.

Heute ist im Reckturm ein kleines Waffen- und Foltermuseum untergebracht, das seit 1957 vom Wiener Neustädter Denkmalschutzverein in drei Stockwerken des Turmes sowie seit kurzem auch im 2004 wiederentdeckten Keller untergebracht ist. Zu besichtigen sind unter anderem Schusswaffen von 1630 bis 1950 sowie historische Hieb- und Stichwaffen und Ausrüstungsgegenstände der k.u.k. Armee. Der Reckturm ist denkmalgeschützt und zählt heute zu den Sehenswürdigkeiten Wiener Neustadts.

Öffnungszeiten:

1. Mai- 26. Oktober geöffnet, Di/Mi/Do 10-16 Uhr (mittags geschlossen), jedes 1. Wochenende 10-12 Uhr, gegen freie Spende.Termine für Gruppenführungen ab 10 Personen sind nach Vereinbarung außerhalb der Öffnungszeiten möglich.